Details
ISBN/EAN: 978-3-89965-885-9
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2018
1. Auflage 2018
Erschienen am:
25.09.2018
25.09.2018
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
301 S.
301 S.
Format (T/L/B):
3 x 23.5 x 16.5 cm
3 x 23.5 x 16.5 cm
Hersteller:
VSA: Verlag Hamburg GmbH
Harald Heck
harald.heck@vsa-verlag.de
St.Georgs Kirchhof 6
DE 20099 Hamburg
www.vsa-verlag.de
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Harald Heck
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St.Georgs Kirchhof 6
DE 20099 Hamburg
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Der soziale Staat
Über nützliche Armut und ihre Verwaltung, Ökonomische Grundlagen, Politische Maßnahmen, Historische Etappen
Beschreibung
Renate Dillmann und Arian Schiffer-Nasserie bestimmen die politökonomischen Ursachen, die zuverlässig und massenhaft immer neue Fälle sozialer Bedürftigkeit hervorbringen, erklären das sozial verstaatlichte Leben »von der Wiege bis zur Bahre«, d.h. vom Kindergeld bis zur Pflegeversicherung, und erläutern zentrale historische Etappen deutscher Sozialstaatlichkeit von der Armenfürsorge bis zur Agenda 2010. Die Autorin und der Autor halten Sozialpolitik nicht für eine unhinterfragbar gute Errungenschaft moderner Staatlichkeit, nur weil die »sozial Schwachen« in der »freien Marktwirtschaft« ohne sie kein Auskommen haben. Sie feiern den Sozialstaat nicht dafür, dass er der Garant für den »sozialen Frieden« und die »Nachhaltigkeit« der staatlich etablierten Konkurrenzgesellschaft ist. Weder verurteilen sie die sozialpolitischen Maßnahmen aus der Warte der Betroffenen und Sozialverbände als »unterfinanziert« und »unzureichend«, noch kritisieren sie die aktuelle Sozialpolitik vom Standpunkt der »Leistungs- und Verantwortungsträger« aus Wirtschaft und Politik als »überzogen« und »unbezahlbar«. Dieses Buch ist kein Beitrag zu einer Sozialwissenschaft, die den ideologischen Dauerdiskurs empirisch mit immer neuen Daten unterfüttert oder moralisch mit Gerechtigkeitstheorien überhöht. Ihre Darstellung zielt auf eine grundsätzliche Kritik: Sozialpolitik in Deutschland ist ein Armutszeugnis über die materielle Lebenslage der Lohnabhängigen, ein notwendig umstrittenes Funktionserfordernis im entwickelten Kapitalismus und zugleich ein Quell für ebenso viele wie falsche Erwartungen an den sozialen Staat.